Berufsbild: DolmetscherIn

Dolmetschsituation

Was macht ein/e DolmetscherIn?

DolmetscherInnen beschäftigen sich v.a. mit der mündlichen Übersetzung von gesprochenem Text in eine andere Sprache.

Ein Unterschied zur Übersetzungstätigkeit liegt also darin, dass während des Dolmetschens Hilfsmittel, wie z.B. Wörterbücher, gewöhnlich nicht benutzt werden können. Die Hauptformen des Dolmetschens sind Simultandolmetschen und Konsekutivdolmetschen. Beim Simultandolmetschen befinden sich DolmetscherInnen meist in einer schalldichten Kabine und erhalten die Originalrede über Mikrofon und Kopfhörer übertragen.

Beim Konsekutivdolmetschen übersetzen DolmetscherInnen erst, wenn der/die RednerIn einen Satz, einen Abschnitt oder die gesamte Rede beendet hat. DolmetscherInnen bereiten sich durch das Studium einschlägiger Literatur und diverser Quellen, wie z.B. Fachtexte, auf Dolmetschaufgaben vor (ein typisches Beispiel ist die Vorbereitung auf fremdsprachige Gesetzestexte für Übersetzungsarbeiten vor Gericht u.Ä.).

Ausbildung zur/zum DolmetscherIn

Universität

Übersetzen und/oder Dolmetschen (als BA und MA möglich) für folgende Sprachen: Deutsch als Fremdsprache, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch. Ein Bachelor in "Transkulturelle Kommunikation" kann an der Universität Wien oder Universität Graz absolviert werden.

Weitere Kultur- und Sprachwissenschaftliche Studien, aber auch sämtliche andere Bereiche wie Geistes-, Natur-, Rechts und Wirtschaftswissenschaften sind von Nutzen. Vertiefungsmöglichkeiten bieten z.B. in Graz die Zusatzausbildungen "Sprache und Kultur", "Sprache, Kultur und transkulturelle Kommunikation" und "Kommunaldolmetschen".

Einsatzmöglichkeiten bei der Caritas

DolmetscherInnen werden für verschiedene Übersetzungsarbeiten bei Beratungen oder aber auch bei der Übersetzung von Dokumenten und bei  Behördengängen eingesetzt.